Tulpen - gebraten ein Flop, in der Vase top

Was tat ein Händler, wenn er im 16. Jahrhundert unbekannte Zwiebeln geliefert bekam? Er ass sie, was ein Irrtum war. Denn es waren Tulpenzwiebeln.
Erste Tulpenzwiebeln wurden gebraten
Als die Tulpe im 16. Jahrhundert nach Europa kam, versetzte sie vor allem die Niederländer in helle Aufregung. Die ersten Zwiebeln sollen ja zwar irrtümlicherweise gebraten worden sein, weil man sie für Speisezwiebeln hielt.

Aber da sie nicht schmeckten, warf man die übrig Gebliebenen auf den Mist, wo sie ein Jahr später die schönsten Blüten trieben.
Blüte und Niedergang der Tulpe
Nun wurden plötzlich unvorstellbare Geldsummen für sie bezahlt, bis 1637 die Preise dramatisch sanken und etliche Niederländer ihr ganzes Hab und Gut verloren. Trotzdem riss der Tulpenhandel in den Niederlanden nicht ab.

Denn der Sonnenkönig Ludwig XIV. liess auch nach dem «schwarzen Freitag von Alkmaar» noch jedes Jahr vier Millionen Tulpenzwiebeln importieren. Und der türkische Sultan Ahmed III. bestellte ebenfalls Tausende davon.
Schweizer noch heute «tulpen-verliebt»
Und die Schweizer? Sind heute noch völlig «tulpen-verliebt».

Das zeigen nicht nur die vielen Umfragen, sondern auch die Tatsache, dass sich in der Schweiz von Januar bis April die Tulpen am besten verkaufen.

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