«Niudad» oder nicht - der Vatertag ist für alle Väter
In der deutschen und französischen Schweiz wurde der Vatertag 2007 eingeführt. Wie in anderen Ländern auch, geht es dabei um einen «Ehrentag für den Vater», aber nicht nur.
Vatertag Schweiz - nicht nur das Datum ist anders
Eingeführt wurde der Schweizer Vatertag vom Dachverband der Schweizer Männer- und Väterorganisationen (männer.ch).
Entgegen anderen Ländern setzte dieser das Datum aber auf den ersten Sonntag im Juni fest.
Zudem ging es den Gründern darum, den Vätern nicht nur Wertschätzung entgegenzubringen, sondern auch eine Diskussion über die Bedürfnisse von Vätern und deren Rolle zu entfachen.
Denn vor Jahrzehnten war der Vater der meist «abwesende Ernährer» sowie das Familienoberhaupt. Heute ist das anders.
Niudads - fürsorglich und trotzdem männlich
Laut einer Studie des Forschungsinstituts Sotomo dominiert zwar hierzulande das Familienmodell mit dem Mann als Haupternährer.
Aber die Teilzeitarbeit ist auch bei den Männern angekommen. Laut Studie waren sich Männer und Frauen jedenfalls einig, dass das ideale Arbeitspensum für Väter von schulpflichtigen Kindern 80 Prozent beträgt.
Das bedeutet, dass heute auch Väter gewillt sind, beruflich zurückzustecken, um der Beziehung zu ihrem Kind mehr Bedeutung zu geben.
Es sind die sogenannten «Niudads», die sich als kompetente Väter sehen und eine vergleichbar enge Beziehung zum Kind aufbauen wollen wie die Mütter.
Für Niudads ist Babypflege und Hausarbeit erlernbar
Heutzutage würde kaum ein Vater mehr sagen, dass er sich vorm Windeln-Wechseln drückt.
Denn ein Grossteil der Väter bekennt sich inzwischen zu seiner erzieherischen Rolle und will sich vor allem auch während der betreuungsintensiven Kleinkinderjahren vermehrt einbringen.
Moderne Väter packen also im Haushalt mit an und verbringen ihre Freizeit so oft sie können mit Family und Kids.
Bei so viel Gleichberechtigung steht den Papis der Vatertag zu. Und der findet in der Deutschschweiz und im Welschland am ersten Juni-Sonntag statt, im Tessin seit langem am 19. März.
Aber hier wie dort: Ziel ist es, unseren Vätern zu zeigen, wie gern wir sie haben.
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