10. April – Tag der Geschwister



Der 10. April ist ein gutes Datum, Lieblingsgeschwister und geliebte Plagegeister zu kontaktieren. Lust, mehr über den Tag der Geschwister, die Geburtenfolge, den Einfluss von Geschwistern und einen hinduistischen Brauch zu erfahren?

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10. April – Tag der Geschwister


Jedes Jahr am 10. April feiert man in der ganzen Welt den Tag der Geschwister. Dieser wurde 1997 von Claudia Evart im Andenken an ihre bei einem Unfall verstorbenen Geschwister ins Leben gerufen. Sie wählte den 10. April, weil dies der Geburtstag ihrer Schwester war und sie mit diesem Gedenktag an das besondere Band aufmerksam machen wollte, das Geschwister miteinander verbindet.

Mittlerweile ist dieser Tag auch in Europa beliebt. Man nutzt ihn, um Brüder und Schwestern zu kontaktieren und denkt dabei vielleicht auch an jene, zu denen der Kontakt spärlich geworden oder ganz abgebrochen ist. Mit anderen Worten: Überraschen Sie nicht nur Ihre Lieblingsschwester, sondern auch Kontaktmuffel und schwarze Schafe. Dazu eignen sich Telefon, Smartphones und Social Media, aber eben auch Blumen. Denn diese kommen immer gut an, weil sie Herzen öffnen und einfach liebevoll sind.

Das Band, das hinduistische «Geschwister» verbindet …


Auch der hinduistische Feiertag Raksha Bandhan (übersetzt: schützende Verbindung) feiert die Beziehung zwischen Schwestern und Brüdern. An diesem Tag knüpfen Frauen und Mädchen ihren Brüdern ein gesegnetes Band, ein Rakhi, um das Handgelenk, das vorher einige Zeit auf dem Hausaltar gelegen hat und drücken damit schwesterliche Liebe aus. Anschliessend tupfen sie den Brüdern einen Segenspunkt auf die Stirn und schwenken segnend ein Öllicht vor ihnen. Nun sind die Brüder an der Reihe. Sie überreichen ihren Schwestern kleine Geschenke und versprechen ihnen Beistand im Leben. Interessanterweise haben Frauen und Mädchen das Recht, auch andere Burschen oder Männer auf diese Weise an sich zu binden.
Da das Band allerdings Reinheit symbolisiert, schliesst eine Rakhi-Beziehung ein Liebesverhältnis aus. Frauen setzen deshalb das Rakhi-Band noch heute ein, wenn sie eine Freundschaft bewahren, aber keine Liebesgeschichte haben möchten.

Erstgeborene, Sandwichkinder oder Nesthäkchen?


Studien über Geschwister führten zu erstaunlichen Ergebnissen. Oder wussten Sie, dass Erstgeborene im Schnitt etwas schlauer sind? Dies, weil sie zu Beginn ihres Lebens eine besondere Förderung durch ihre Eltern geniessen. Das verleiht ihnen Selbstwertgefühl und führt nicht selten zu Erfolg im Beruf. Die mittleren Kinder, auch Sandwichkinder genannt, müssen sich die Aufmerksamkeit der Eltern hingegen mit ihren Geschwistern teilen. Meist bekommen sie weniger Betreuungszeit, lernen dadurch aber, kompromissbereit und diplomatisch zu sein - ein Pluspunkt im Leben.

Und Nesthäkchen? Sie gelten als verwöhnt. Das führt nicht selten dazu, dass Nesthäkchen sich unterfordert fühlen. Da sie aber lauter Geschwister haben, die schon mehr können, entwickeln sie sich schneller, um ihnen nachzueifern. Aber wie auch immer. Über Blumen freuen sich am 10. April garantiert alle.

So beeinflussen Geschwister unser Leben


Wussten Sie, dass vieles in unserem Leben vom Umgang mit unseren Geschwistern und unserer Geburtenfolge abhängt? So ist z.B. der geschwisterliche Streit aus Kindertagen vielfach ein Verhaltensmuster für später. Konfliktlösungen, die wir nämlich mit unseren Geschwistern entwickelten, kommen später auch in anderen Lebenslagen zum Tragen und erleichtern (oder erschweren) uns das Leben. Die Geburtenfolge hingegen kann unsere Gesundheit beeinflussen. So entwickeln z.B. jüngere Geschwister durchschnittlich weniger Allergien als ältere. Dies offenbar deshalb, weil dann, wenn jüngere Geschwister geboren werden, das Zuhause bereits mit Keimen überflutet ist, die von älteren Geschwistern hereingebracht wurden. Das härtet ab. Geschwister können aber auch unsere Körpergrösse beeinflussen. Erstgeborene sind vielfach grösser als die später Geborenen. Dies erklärt man sich so, dass mit jedem Kind, das ein Paar bekommt, die Ressourcen an Zeit, Geld und Aufmerksamkeit abnehmen und sich dieses «Zu-kurz-kommen» buchstäblich auf die Körpergrösse niederschlägt.

Vielleicht haben Sie ja jetzt Gesprächsstoff für den 10. April. Sonst helfen Blumen. Sie sind eine ideale Grundlage, um in gemeinsamen Erinnerungen zu schwelgen.



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