Duftende Frühlingsblüher


 

Freuen Sie sich auf Wissenswertes über die fröhlich-bunten Hyazinthen, die subtilen Freesien und den charmanten Jasmin: Ihre Geschichte, ihren unnachahmlich feinen Duft und ihren Stellenwert in der Parfumindustrie. Klicken Sie auf die Headlines, die Sie interessieren – und viel Spass beim Lesen.

Von einer Mätresse bis zur „Hyazinthenmanie



Happy Day


Jetzt sind sie wieder da, die fröhlichen Hyazinthen mit ihren blauen, roten, weissen oder auch pastellfarbenen Blüten. Sie stammten ursprünglich aus dem Nahen Osten und feierten ihr Debut als Gartenpflanze in der Türkei. Dort wurden sie gar so beliebt, dass 1593 für einen einzigen Garten in Edirne 50‘000 weisse und 50‘000 blaue Hyazinthen zum Einsatz kamen. Über Konstantinopel gelangten sie nach Europa und erlebten ihrer exotischen Fremdartigkeit wegen einen wahren Boom. Vor allem die Niederländer verliebten sich in sie und züchteten immer neue Farben. Im 18. Jh. avancieren sie zur gefragtesten Blume der Zeit. Ihr grösster „Fan“ war Madame de Pompadour, die Mätresse des französischen Königs Ludwig XV. Sie entschied, dass die Gärten von Versailles mit holländischen Hyazinthen zu verschönern seien. Natürlich wollte die französische Hautevolee nicht aussen vor bleiben, und es entwickelte sich eine wahre „Hyazinthenmanie“, die an die ruinöse „Tulpenmanie“ des 17. Jh. erinnert. Zum Glück waren die Preise für eine Hyazinthenzwiebel zwar hoch. Aber man war doch vernünftig genug, nicht ganze Häuser für eine einzige Zwiebel zu bezahlen, wie das rund hundert Jahre vorher bei der Tulpe der Fall gewesen war. 1737 platzte aber auch diese Spekulationsblase. Und heute sind Hyazinthen zwar nach wie vor beliebt, aber nicht mehr überteuert.

Hyazinthen und weitere Frühlingsblüher finden Sie HIER.


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Von Tochterzwiebeln und Hyazinthengläsern


Willkommen im Frühling
Ob als Schnittblumen, Topf- oder Gartenpflanzen: Hyazinthen sind zauberhaft. Vor allem als Pflanze sind sie interessant, weil sie sich durch Zwiebelbildung vermehren. Dies, indem sich in den Blattachseln der Zwiebelschuppen eine oder zwei kleine Tochterzwiebeln entwickeln. Wenn nun die Mutterzwiebel nach dem Blühen der Pflanze abstirbt, überleben die Tochterzwiebeln, die nach einer gewissen Zeit auch ihrerseits wieder Tochterzwiebeln austreiben. Wenn Sie also eine Hyazinthe im Garten pflanzen und lange genug warten, kann es sein, dass Ihnen nach einigen Jahren ein richtiger kleiner Hyazinthengarten entgegenlacht.

Apropos Hyazinthenzwiebel: Sie können diese auch in einem Glas ziehen. Im Handel gibt es dafür spezielle Hyazinthengläser, die unten relativ bauchig sind und sich einige Zentimeter unterhalb des oberen Randes stark verengen. Oberhalb dieser Verengung platziert man nun die Zwiebel, während man den unteren Teil mit Wasser füllt (Achtung: Wasser darf Zwiebel nicht berühren). Platzieren Sie das Gefäss an einem dunklen Standort mit Temperaturen um die 10 Grad C und warten Sie, bis sich nach ca. 8 Wochen Wurzeln und die ersten Triebe bilden. Dann stellen Sie das Glas in einen wärmeren Raum und freuen sich am Gedeihen dieser spannenden Zwiebelblume. Achtung: Wechseln Sie das Wasser wöchentlich, und verwenden Sie unbedingt lauwarmes dafür.

Lifestyle-Blumengrüsse in der Vase gibt’s auch vom Profi, und zwar HIER.



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Eine Tonne Hyazinthenblüten für ein Kilo Duftstoff „Absolue“



Poesie mit Rosen und Amarone Albino Armani DOCG (75cl)
Hyazinthen sehen nicht nur wunderschön aus, sondern verströmen auch einen betörenden Duft. Dieser ist von Blumensorte zu Blumensorte unterschiedlich stark ausgeprägt. Duftstark sind z. B. die blaublühenden Hyazinthen ‚Blue Star‘ und ‚Delft Blue‘; etwas dezenter duften die rosafarbenen Sorten wie z. B. ‚Anna Marie‘ und ‚Splendid Cornelia‘. Hyazinthen mit dem schwächsten Duft sind ‚White Pearl‘, ‚Blue Pearl‘ und ‚Pink Pearl‘. 
Auch die Parfümindustrie bedient sich der Hyazinthen. Ihr Duft ist allerdings nur schwer und in einem aufwändigen Verfahren zu gewinnen. Zudem benötigt man für ein Kilogramm des hochkonzentrierten „Hyazinthe Absolue“-Duftstoffes ca. eine Tonne Blüten. Die blumige Note der Hyazinthe wird als „grün-blumig“ bezeichnet oder auch „wie ein tiefer Atemzug in der Frühlingsluft“ umschrieben. Na, Lust auf etwas Frühlingsduft? Sehr dezent ist z. B. Blanche Jacinthe von „il profumo“, frisch der Damenklassiker Givenchy III, pudrig-sommerlich AnaïsAnaïs von Cacharel oder eher herb Black von Kenneth Cole. 

Lust auf etwas Frühlingsluft (oder auch Frühlingsduft)? HIER.


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Ohlala – ein kleiner Flirt mit Freesien!


 

Frühlings-Sonne
Little Sunshine mit Schoggi-Glückskäfer
Geschenk des Frühlings
Frühlingszauber mit Schoggi-Tafel „Thank you“

Freesien sind optische Hingucker: Sie können Weiss oder Gelb sein, können aber auch in Pink, Violett, Rosa, Lila oder gar Rot-Orange leuchten und zwar mit einer Farbintensität, die zu Herzen geht. Es gibt sie sogar zwei- und mehrfarbig, mit einfachen oder gefüllten Blüten. Zudem duften die meisten. Praktisch unmöglich also, dass für Sie nichts dabei ist. Und falls doch, braucht es nur ein wenig Geduld. Denn es kommen ständig neue Sorten hinzu. Trotzdem sind Freesien nicht aufdringlich. Sie strahlen eine natürliche Eleganz und durch ihre Form eine gewisse Dynamik aus und eignen sich deshalb hervorragend als Kombination mit anderen Blumen. Wussten Sie, dass man ihren Blütenstand als „Kamm“ bezeichnet? Das ist, weil die Blütenknospen so schön in einer Reihe stehen wie bei einem Hahnenkamm. Schauen Sie sich bei Ihrem nächsten Besuch im Blumengeschäft nach Freesien um und achten Sie beim Kauf darauf, dass die erste Knospe komplett durchgefärbt ist. Denn bei Blumen, die noch zu grün sind, besteht das Risiko, dass sie in der Vase nicht richtig aufblühen. 

Zu unseren Pflegetipps für Schnittblumen geht’s HIER.

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Wie die „Kap-Lilie der Täler“ nach Europa kam


Sonniger Frühlingsstrauss

Waren Sie schon mal in Südafrika? Falls nicht, haben Sie etwas verpasst, auch in botanischer Hinsicht. Denn dieser Erdteil beheimatet eine Unzahl verschiedener Pflanzen, darunter viele Raritäten. Deshalb war er für Botaniker schon immer ein Geheimtipp. Auch die Freesie stammt aus den südafrikanischen Kap-Regionen und wurde deshalb „Kap-Lilie der Täler“ genannt. Der deutsche Apotheker Christian F. Ecklon war der erste, der die Pflanze beschrieb und sie 1866 nach seinem Freund Friedrich Freese auf den botanischen Namen Freesie taufte. Bald begeisterte sie ganz Europa und entwickelte sich zu einer der beliebtesten Schnitt- und Gartenblumen. Vor allem in Gärten sah man sie oft, weil das Anpflanzen so einfach war. Man musste die Blumenknollen im Frühling nur ca. 5-10 cm tief in der Erde verbuddeln und dann abwarten, bis sich der Garten im Frühling mit Blumen füllte. Diese dufteten nicht nur, sondern blühten auch bis in den Sommer hinein. 

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Pfeffrig frisch oder lieber süss? Duftgeschichten



Romantischer Tulpenstrauss


Tun Sie sich den Gefallen, und riechen Sie an Freesien. Was geht in Ihnen vor? Viele erzählen, dass dieser Duft sie in die Vergangenheit entführt und Erinnerungen auslöst. Aber egal. Der pfeffrig-frische Duft von Freesien ist jedenfalls unvergleichlich, weil er eine blumige Frische in sich trägt, die Sehnsüchte wachruft. Schuld daran ist der hohe Anteil an Linalool, der für den erfrischenden, blumig-holzigen Duft mit subtilen Zitronennoten verantwortlich ist. Nicht alle Freesien riechen allerdings gleich. Denn weisse Blüten duften würzig, bunte Blüten verströmen eher einen Duft nach süssem, frisch geschnittenem Gras. Bei den violetten Freesien ist der Duft am wenigsten ausgeprägt. Am besten schnuppern Sie sich in einem Blumengeschäft durch und finden so Ihre Duftfavoriten. Übrigens: Wenn die Blütenblätter der Freesie vollständig geöffnet sind, duftet die Blume am besten und ist ein Fest für jede Nase. 

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Freesien-Parfums: Machten dank New Yorker-Floristin Geschichte


 
Ein Korb voll Frühling

Der Duftcharakter der Freesie gehört seit langem zu den beliebtesten in der Herstellung von Seifen und Bodylotions. In Parfums wurde er erst bekannt, als die Floristin und Unternehmerin Antonia Bellanca-Mahoney aus New York 1984 mit dem Duft „Antonia’s Flowers“ ein Produkt mit der Freesie als dominante Note präsentierte. Der Parfümeur Bernard Chant hatte ihn für sie komponiert, weil die Blumengeschäftsinhaberin behauptete, in den Duft der Freesien verliebt zu sein. „Freesien sind wie Trompeten im Orchester“, sagte sie. „Sie ziehen dir die Schuhe aus. Jede andere Blume singt im Hintergrund, sogar die Lilien.“ Der Erfolg gab ihr Recht. Denn das nach Freesien duftende Parfum „Antonia’s Flowers“ wurde zum Kultduft und löste eine ganze Lawine von weiteren Parfums mit Freesienakkorden aus. Mittlerweile findet man die Note Freesie in vielen frühlingsfrischen, puren, femininen Duftkompositionen wie Miracle von Lancôme, Pleasures von Estée Lauder, Darling von Kylie Minogue, That’s me von Helene Fischer und vielen anderen mehr. 

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Kreieren Sie Ihren persönlichen Raumspray


 

Zarter Frühlingsgruss mit Minor Split in trendiger Geschenkbox
Herzblatt
Hier verraten wir Ihnen, wie Sie unter die Parfümeure gehen und aus Freesien einen natürlichen und absolut wunderbaren Raumspray herstellen können. 

Material: Schön duftende Freesienblüten; kochendes Wasser; zwei Gefässe, aus denen Sie die Flüssigkeit leicht umgiessen können; Kaffeefilter; schöner Glasflakon, möglichst mit Zerstäuber; Etikette.

Vorgehen:
  1. Schneiden Sie die Blütenblätter in kleine Stücke und legen Sie sie auf den Boden des einen Gefässes.

  2. Giessen Sie so viel kochendes Wasser darüber, dass die Blütenblätter knapp bedeckt sind.

  3. Lassen Sie die Mischung mindestens eine halbe Stunde ziehen.

  4. Giessen Sie den Mix durch einen Kaffeefilter in das andere Gefäss.

  5. Nun geben Sie das Duftwasser in den Glasflakon, beschriften ein Etikett und vermerken das Datum darauf. Der Raumspray ist zwei Wochen haltbar, wenn Sie ihn im Kühlschrank aufbewahren.

Tipps: Wenn Sie zur Ungeduld neigen oder auch Blütenteile auffangen möchten, können Sie die Blütenmischung auch durch ein Sieb (statt Kaffeefilter) giessen.

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Jasmin steht für Liebenswürdigkeit, Schönheit und Liebe


Süsser Frühlingsgruss

Der aus dem Himalaya stammende Jasmin ist ein richtiger Verführer: Denn er ist duftend, charmant und erobert auf subtile Weise die Herzen. Bei uns steht er für Liebenswürdigkeit, in Asien aber für Schönheit und Liebe. Entsprechend gehört er in vielen Ländern Asiens zum Hochzeitszeremoniell und wird von Frauen auch sonst gern als Haarschmuck verwendet. Nicht nur seine weissen Blüten begeistern, sondern auch deren köstlicher Duft. Interessant ist, dass die Knospen des Jasmins manchmal intensiver duften als die Blüten und manche Arten erst nach dem Sonnenuntergang sowie in der Nacht am herrlichsten blühen. Zudem wirkt Jasminduft laut einer Studie der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf entspannend. Als Note für feminine Parfums gehört Jasmin in Europa zu den klassischen Duftnoten. Echtes ätherisches Jasminöl ist wegen der geringen Ausbeute allerdings sehr kostbar und wurde früher mit Gold aufgewogen. Der Name der Pflanze soll aus dem Persischen stammen und „Sinnbild der Liebe“ bedeuten.

Zur Blumensprache geht’s HIER.

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